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Mehr als tausend THW-Kräfte trotzen Hochwasser

Ob Sandsäcke verbauen, Stege errichten oder Hänge absichern: Am ersten Januarwochenende rückten deutschlandweit mehr als 1.300 THW-Helferinnen und -Helfer zu Hochwassereinsätzen aus.

400 Tonnen Sand füllten von Freitag bis Sonntag Ehrenamtliche aus dem THW-Ortsverband Düsseldorf gemeinsam mit Kräften der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf in insgesamt 20.000 Säcke. Hierfür nutzten sie zwei Sandsackfüllmaschinen der Feuerwehr. Anschließend vernähten und verluden die Einsatzkräfte die Sandsäcke, um sie in ein Lager zu transportieren. Darüber hinaus unterstützte ein Fachberater aus dem Ortsverband Düsseldorf den Leitungsstab der Feuerwehr.

Auch in der Nachbarstadt Duisburg kämpften rund 20 THW-Kräfte gegen die Fluten. Sie verbauten am Freitag Sandsäcke bei einem Deich, den Sturm „Burglind“ vergangene Woche beschädigte. Die Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Bonn rückten hingegen vergangene Woche aus, um das Gebäude der Vereinten Nationen vor Hochwasser zu schützen. Sie installierten Tauschpumpen im Kanalsystem und bauten Stromerzeuger auf, damit die Pumpen auch bei Stromausfall weiter arbeiten können.

Aufstauendes Wasser bereitete den Bürgerinnen und Bürger der Stadt Siegburg (Nordrhein-Westfalen) ebenfalls Sorgen. Hier drohte am Freitag die Innenstadt zu überfluten. Rund 20 Kräfte aus dem Ortsverband Siegburg entfernten angespülte Baumstümpfe, die den Wasserabfluss blockierten.

Nicht nur in Nordrhein-Westfalen hielt das Hochwasser Einsatzkräfte auf Trab. Mittels Kanthölzern und Bolen sicherten rund 40 THW-Kräfte des bayrischen Ortsverbands Schwandorf am vergangenen Freitag einen Hang, der drohte abzurutschen. Den oberen Hangbereich trugen sie mit einem Kran ab und verbauten die Erde hinter der errichteten Sicherung.

Vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen sorgten beim bayrischen THW-Ortsverband Lindenberg für arbeitsreiche Einsätze. Die Helferinnen und Helfer lieferten rund 400 Sandsäcke an verschiedene Einsatzstellen im Lindenberger Stadtgebiet. Ihre Expertise war zudem bei einem Keller gefragt, der bis auf eine Höhe von 1,30 Meter volllief. Die THW-Kräfte errichteten einen Damm aus Sandsäcken, während die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr den Keller auspumpten. Anschließend leuchteten die Ehrenamtlichen des THW die Einsatzstelle aus und errichteten mit Hilfe eines Baggers einen Wall aus Erde, um das Gebäude zusätzlich zu sichern.

Am Samstag forderte die Deutsche Bahn AG zehn Kräfte des THW-Ortsverbands Simmern (Rheinland-Pfalz) an. Am Bahnhof in Oberwesel kontrollierten die Expertinnen und Experten einen Laufsteg, am Bahnhof Bad Salzig errichteten sie einen Hochwasserlaufsteg in einer Fußgängerunterführung. Die THW-Kräfte kontrollieren die Stege zurzeit täglich. Sobald der Wasserpegel über den Fußgängerweg steigt, werden die Ehrenamtlichen das Wasser abpumpen.

Gleiches Bundesland, ähnliche Lage: Ehrenamtliche aus dem Ortsverband Bendorf bauten einen Hochwassersteg für eine überflutete Unterführung zum Bahnsteig.

Mehr Informationen und Einsätze zu den Hochwässern in Deutschland finden Sie hier.

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